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Ich will in den nächsten Monaten einen profitablen Handelsansatz im Daytrading entwickeln. Bisher sind meine halbherzigen Versuche immer nach relativ kurzer Zeit an mangelndem Durchhaltevermögen gescheitert Deshalb: ich habe im Daytrading bisher noch keinen Cent verdient (und zum Glück auch kaum etwas verloren).

Eigentlich bin ich eher im Tageschart zu Hause. Ich gucke mir die Märkte nichtmal jeden Tag an und handle ganz entspannt am Wochenende. Außerdem handle ich nur streng regelbasiert ohne diskretionäre Komponente.

Mit Daytrading will ich einen besseres Gefühl für den Markt entwickeln und „näher am Geschehen dran“ sein. Außerdem reizt mich die Herausforderung, intellektuell und psychologisch.

Ganz einfach: ich habe kein System Damit ist alles experimentell, kann sich ändern, kann funktionieren, muß aber nicht. Das soll nicht falsch verstanden werden, ich weiß schon relativ genau, was mir vorschwebt, aber die Details kann ich erst beim Handeln entwickeln.

Zu meinem geplanten Handelsansatz schreibe ich noch einen eigenen Post.

Was wird gehandelt? Broker, Handelsplattform?

Ich habe mich für den NQ entschieden, den E Mini Nasdaq 100 Future. Die Gründe sind simpel und wurden hier schon mal beschrieben. Außerdem sind $5 pro Tick locker mit meinem Handelskonto vereinbar (so daß mir irgendwann auch die Option offensteht, mit echtem Geld zu handeln).

Broker: IB. Da habe ich ohnehin mein Konto, ich brauche kein extra Abo für die Kursdaten, die TWS läuft auf dem Mac und auf Linux und die Kosten pro Rundturn sind extrem niedrig. Die Chartfunktion der TWS ist jetzt nicht berauschend, aber ich habe ohnehin nicht vor, viele Linien zu zeichnen oder exotische Chartdarstellungen zu benutzen

Meine Arbeitszeiten sind extrem variabel. Es kann sein, daß ich den ganzen Tag zu Hause bin, nur ein paar Stunden oder gar nicht. Deshalb wird ausschließlich im 5 Minutenchart gehandelt: bei 7,5 Stunden habe ich so 90 Bars bzw. bei 3 Stunden 36 Bars zur Verfügung. Außerdem sind die Stops enger und so das Risiko geringer.

Papertrading ist langweilig weil kein Risiko besteht. Wie Pokern um Spielgeld. Ich habe mir folgendes überlegt: am Ende des Projekts (wann steht natürlich noch nicht fest) werde ich die gewonnenen und verlorenen Punkte im NQ gegeneinander aufrechnen. Jeder Punkt entspricht 1 . Wenn ein Negativbetrag übrigbleibt, spende ich den einem sozialen Projekt. Das ist sicher nicht viel Geld, sollte aber genug Anreiz sein, daß ich das ganze ernst nehme

Das zweite Problem besteht darin, daß spätestens nach der ersten Durststrecke meine Motivation sinken wird. Deshalb gibt es ein Malus System: jeder Tag, an dem ich zeitlich hätte handeln können, es aber aus Faulheit/Unlust/Trägheit nicht gemacht habe, kostet mich 2,50 (wird ebenfalls am Ende des Projektes gespendet). Wann die 2,50 fällig sind, ist natürlich irgendwie subjektiv: fühle ich mich krank oder nicht fit, dann handle ich nicht, um mein Kapital zu schützen und das ist dann nicht der Faulheit geschuldet. Genauso gehen soziale Verpflichtungen oder Sport vor, von Arbeit ganz zu schweigen.

Jedes prinzipiell programmierbare System wäre für meine Zwecke Zeitverschwendung, da ich es mit einem Backtest einfacher und schneller auf verschiedene Kriterien untersuchen könnte, vor allem natürlich darauf ob es profitabel ist oder nicht.

Außerdem will ich diskretionär handeln, weil ich den Markt so besser kennenlerne und ich mir davon mehr Lerneffekt und mehr „Spaß“ verspreche.

Folgende Dinge sind Bestandteil meiner Strategie:

Handel an markanten Linien: High, Low und Close des Vortages; Open, High und Low des aktuellen Tages; Pivot PunkteHandel in Trendrichtung nach Konsolidierung

Jeder Trade hat einen definierten Stop Loss und einen vorher festgelegten Take Profit. Das (theoretische) CRV liegt in der Regel bei 2 und der SL in der Größenordnung um 3 Punkte. Dazu poste ich aber nochmal extra, weil die Kosten pro Roundturn, Slippage usw. diese Kalkulation nochmal deutlich verändern.

Der SL kann nachgezogen werden, der TP bleibt unverändert. Pro Trade wird exakt 1 Kontrakt gehandelt. Damit entfallen erstmal alle Möglichkeiten von Positionsaufbau oder Gewinnmitnahmen, was die Sache für mich extrem vereinfacht.

Es werden keine Trades über Nacht gehalten; Handel außerhalb der normalen US Zeiten ist die Ausnahme.

Ich will den Chart übersichtlich halten, deswegen benutze ich nur wenige Indikatoren:

die oben genannten markanten Punkte

Volumen: gehört irgendwie zum Chart dazu, aber ob es mir wirklich hilft (alleine schon die tageszeitlichen Schwankungen), weiß ich noch nicht.

RSI(9): Divergenzen als Signal bzw. Bestätigung an wichtigen Kursleveln (Pivots, Support/Resistance, etc.)

Alle Trades werden zeitnah im Thread dokumentiert (Chartbild, kurzer Kommentar) und hinterher ausgewertet. Außerdem gibt es am Ende jedes Tages einen kompletten Chart mit Anmerkungen, retrospektiv guten Entries usw.

Auf jeden Fall muß ich noch klären, wie ich meinen Handelstag vorbereite. Außerdem habe ich mir schon Gedanken darüber gemacht, wie die Kosten (Spread, Commission, Slippage) das CRV negativ beeinflussen und wie sich das auf meine benötigte Trefferquote auswirkt. Aber dazu in den nächsten Tagen mehr.
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