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Isaac Newton, Genie und Arschloch

Science Buster Florian Freistetter hat ein neues Buch veröffentlicht, das seit gestern im Handel erhältlich ist: . Es beschäftigt sich mit der Frage, wie sich Isaac Newstons bekanntermaßen schlechter und boshafter Charakter man denke an seine Streitereien (verbunden mit Ideenklau) mit Hooke, Huygens, Falmsteed (der ein Plagiatsverfahren gegen Newton gewonnen hatte) und Leibniz mit der Tatsache vertragen, daß derselbe Newton unbestreitbar ein Genie gewesen war. Daneben war er auch noch Theologe, der sich an Gottesbeweisen versuchte, und Esoteriker und Alchimist auf der Suche nach dem Stein der Weisen.

Neugierig wie ich bin, habe ich mir das Buch bestellt. Ich werde lesen und berichten. Und ach ja, in Florian Freistetters Blog hat sich in den Kommentaren ein niedlicher, kleiner Shitstorm wegen der Verwendung des schönen, deutschen Wortes Arschloch entwickelt.

Danke für den Tipp; ich hab mir das Büchlein gegönnt und es einerseits mit viel Gewinn (so heißt das wohl altmodisch ausgedrückt) gelesen, andererseits habe ich mich auch über einige blöde Fehler geärgert.

Was den erlesenen Gewinn angeht: Die Betrachtungsweise „Newton, der Nerd“ finde ich gut, besser auch alle Fälle als ein weiteres Stück Bratwurstjournalismus der Art „Und dann tat er das, dann dies und dann jenes Als Physiker hatte ich mich bisher vor allem mit der Arbeit Newtons auf diesem Gebiet beschäftigt, also habe ich jede Menge Anregungen erhalten.

Spannend fand ich die Darstellung der thematischen Bandbreite Newtons, für den Physik halt nur ein Arbeitsfeld (geklärt, abgehakt und weiter) neben Religion usw. war.

Geärgert haben mich Fehler, die natürlich passieren können, aber dem Lektorat nicht durchrutschen sollten.

Beispiel gefällig? Da wird die Stadt Zeitz nach Sachsen Anhalt verfrachtet (S. 22), das es im 17. Jahrhundert noch nicht gab, dem Adepten wird eine recht seltsame Bedeutung zugedacht (146) und Newtons Tod ins 17. Jahrhundert verlegt (155).

Um nicht der Korinthenlkackerei beschuldigt zu werden: Ich veröffentliche selbst genug und weiß, dass man als Autor Fehler macht. Aber wenn ich für 200 Seiten 16 Euro ausgebe, erwarte ich, dass das Lektorat seinen Job macht.

Der Schockwellenreiter ist seit dem 24. April 2000 das Weblog digitale Kritzelheft von Jörg Kantel (Neuköllner, EDV Leiter, Autor, Netzaktivist und Hundesportler Reihenfolge rein zufällig). Hier steht, was mir gefällt. Wem es nicht gefällt, der braucht ja nicht mitzulesen. Wer aber mitliest, ist herzlich willkommen und eingeladen, mitzudiskutieren!

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