ugg slippers Gerhard Rühm

„Gelungene ästhetische Provokation setzt den Kulturbanausen, den Spießer voraus, der sich eben provozieren lässt“, meinte Gerhard Rühm einmal. Sein Werk wusste in sterreich zu provozieren, nicht nur, wenn bei ihm das „vielgerühmte sterreich“ in der „sterreichischen Bundeshymne, um einen Schritt weiter“ zum „Vielfraß rührender Ottomanen“ wird. Als Komponist und Interpret, Dichter und bildender Künstler war Rühm ein intermedialer Grenzüberschreiter, lange bevor der Begriff des „crossover“ in Mode war.

„Die Mutter der Wiener Gruppe“ nannte Ernst Jandl den „Sprachzerstörer“ Rühm. Sein heterogenes Werk pendelt zwischen visueller und auditiver Poesie, Chansons, Melodramen und Hörspielen, gestischen und konzeptionellen Zeichnungen, Fotomontagen,
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Buchobjekten und neuen Medien.

Am 12. Februar 1930 in Wien als Sohn eines Wiener Philharmonikers geboren, begann Rühm seine künstlerische Laufbahn als Komponist. Er studierte zunächst Klavier und Komposition; auf sich aufmerksam machte er mit avantgardistisch experimentellen Kompositionen wie der mit dem Pianisten Hans Kann geschaffenen „geräuschsymphonie“ und einer „ein ton musik“ für Klavier.

Die Begegnung mit H. C. Artmann Anfang der 1950er Jahre führte Rühm zur Literatur. Zunächst veröffentlichte er sogenannte „lautgedichte“, die auf den Grenzbereich zwischen den einzelnen Kunstdisziplinen verwiesen. Zusammen mit Artmann, Friedrich Achleitner, Konrad Bayer und Oswald Wiener gründete er die „Wiener Gruppe“, deren Ziel die Erneuerung der literarischen Aussage aus dem Material der Sprache und die Reflexion auf ihre Produktionsbedingungen war.

Da seine Arbeiten in sterreich keine Anerkennung fanden, ja sogar durch Publikationsverbot behindert wurden, verließ Rühm nach dem Auseinanderbrechen der Vereinigung 1964 Wien und ließ sich zunächst in Berlin und ab 1975 in Köln nieder. 1967 gab er die Sammelpublikation „Die Wiener Gruppe“ heraus, die großen Einfluss auf die österreichische Gegenwartsliteratur ausübte. 1972 wurde er als Dozent, später als Professor für freie Grafik an die Kunsthochschule Hamburg berufen, wo er bis 1995 unterrichtete.

Als bildender Künstler legte Rühm seine Schwerpunkte auf die Bereiche Zeichnung und Fotomontage. Seine etwa von Liednotationen unterlegten Musikgrafiken bezeichnete er als „visuelle Musik“, er kreierte Scherenschnitte,
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„automatische“ Zeichnungen und Tuschen.