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KAISERSLAUTERN. Ein seit der Kindheit bekanntes „berbein“ hinter dem Innenknöchel des rechten Fußes entpuppte sich bei einer jungen Frau als talokalkaneare Verbindung.

„berbein“ dorsoplantar am Innenknöchel des rechten Fußes lokalisiert (Pfeil).

Hatte die Knochennase am Rückfuß in der Kindheit keinerlei Problem bereitet, verursachte sie nun deutliche Anlauf und Belastungsschmerzen, seit die 21 Jährige eine Lehrstelle in der Gastronomie angenommen hatte.

Mit Einlagen und Analgetika wurde es nicht besser, berichten Dr. Markus Muhm und seine Kollegen vom Westpfalz Klinikum in Kaiserslautern (Orthopäde 2011; 40: 253).

Bei der klinischen Untersuchung war dorsoplantar des rechten Innenknöchels eine Exostose ohne Entzündungszeichen sicht und tastbar. Die Beweglichkeit im unteren Sprunggelenk (USG) war aufgehoben.

Weil die konservative Therapie nicht erfolgreich gewesen und körperliche Schonung mit dem Beruf der Patientin nicht vereinbar war, entschlossen sich Muhm und seine Kollegen zur Resektion und Aufdehnung des Subtalargelenks mit einem Spreizer. Danach war das USG deutlich beweglicher als vorher.

Nach dem Eingriff durfte die Patientin in einer Orthese voll belasten.

Tarsale Koalitionen sind selten, am häufigsten kommen solche zwischen Kalkaneus und Os naviculare sowie zwischen Talus und Kalkaneus vor. Männer seien häufiger betroffen als Frauen, so Muhm. Mit einem bilateralen Auftreten muss gerechnet werden. Ursache sind unvollständige Segmentationen der Gelenkabschnitte in der Embryonalzeit.

Die Beschwerden treten häufig in den ersten beiden Lebensjahrzehnten auf, gelegentlich gibt es Ermüdungsfrakturen. Helfen konservative Maßnahmen nicht, besteht die Indikation zur Resektion mit Interposition von Muskulatur oder Fettgewebe, gegebenenfalls auch die Arthrodese.
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