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Seit Jan Garbarek und das Hilliard Ensemble 1993 musikalisch zusammengefunden haben, hat ihr gemeinsames Musizieren immer wieder zu h innovativen Wendungen gef Das bahnbrechende Album mit Garbareks Saxophon als frei gestaltender Stimme des Ensembles, vermittelte gleich einen starken Eindruck von der musikalischen Vielseitigkeit und emotionalen Kraft dieser Verbindung. Mit ihrem 1998 erschienenen Doppelalbum schrieben sie die Geschichte fort und erweiterten das Renaissance Repertoire durch Werke alter wie auch neuer Musik.

Nun, nach einem weiteren Jahrzehnt gemeinsamer Erfahrungen, gibt es ein drittes Album von Garbarek/Hilliard, das wie seine herausragenden Vorg im Kloster St. Gerold von Manfred Eicher als Produzenten aufgenommen wurde. Treffend betitelt, steht Novum f musikalische Kontinuit aber auch f den Aufbruch in neue Gefilde. Dem Geist von folgend, richtet das Album den Blick ostw nimmt Armenien ins Visier und fokussiert sich auf die Kompositionen und Bearbeitungen von Komitas. Die Hilliards haben Komitas Werke, die in mittelalterlicher Kirchenmusik und der bardischen Tradition des Kaukasus wurzeln, bei ihren Besuchen in Armenien studiert, und Garbarek inspirieren die Stimmungen der Musik zu besonders intensivem Spiel. Auf der Reise durch Zeitalter und L haben die Musiker eine erstaunliche Vielfalt von Kompositionen zusammengetragen: Novum macht Station in Eriwan und Byzanz, in Russland, Frankreich und Spanien und alles f sich ein in den dramaturgischen Fluss des Albums, weil die einzelnen Werke in einen gr kompositorischen Rahmen eingebunden sind.

hark nviranats ukhti und surb geh zur G Liturgie der Heiligen Messe, die Komitas Vardapet (1869 1935) zu verschiedenen Gelegenheiten und f unterschiedliche Ensembles arrangierte. Die hier zu h Versionen basieren auf den 1914/15 in Konstantinopel entstandenen Fassungen f M hark nviranats ukhti ist ein traditionell zu Beginn der Messe, w das Weihrauchfass geschwenkt wird, gesungener Hymnus. surb (Heilig, heilig) entspricht dem der Lateinischen Messe.

zarmanali ist ein Choral zur Taufe Christi (Sonntag nach Epiphanias), der nach der Segnung des Wassers gesungen wird, und im sasani ein Hymnus des (der rituellen Fu am Gr Diese Werke von Komitas stammen aus der Zeit zwischen 1910 und 1915, doch ihre Urspr reichen bis in die Antike zur Als Musikethnologe und progressiver Komponist/Philosoph zeigte Komitas nicht nur, dass sich die armenische Kirchenmusik aus der Volksmusik entwickelt hatte, sondern verwendete ganz bewusst volksmusikalische Stile, um daraus eine neue Kunstmusik f seine Epoche zu schaffen.

Auch andere Werke im Novum Jahrhunderte; in der konzentrierten Ann des Garbarek/Hilliard Ensembles flie mittelalterliche und zeitgen Musik zu einem charakteristischen Gruppenklang zusammen. Jan Garbarek steuert zwei Kompositionen bei. finns ist eine Vertonung des Gedichts D (Der Tote) des Schweden P Lagerkvist (1891 1974), w are the stars zuletzt geh auf Garbareks Album auf einem Gedicht der nordamerikanischen Pasamaquoddy Indianer basiert.

L St ist das dreizehnmin das spirituelle und musikalische Einfl sch zusammenf Dem aus der altorthodoxen Tradition stammenden Nash ist ein Fragment der von Nikolai N. Kedrow vorangestellt. Kedrow (1871 1940) war ein Sch Rimsky Korsakows, Mitbegr des Kedrow Quartetts, eines unter Leitung von Sergei Diaghilew konzertierenden Vokalensembles, und Urheber zahlreicher Kompositionen und Liedarrangements, die ihren Weg in das Repertoire orthodoxer Ch gefunden haben.

Arvo P Holy Mother of God 2003 f das Hilliard Ensemble geschrieben, ist hier in makelloser A capella Klarheit zu h Die Hilliards haben f P Musik geworben und sind im Gegenzug von der Schlichtheit seiner Kompositionskunst sicher nicht unber geblieben.

Das byzantinische tihij (Freudenreiches Licht), komponiert im dritten Jahrhundert, geh zu den Chor des Christentums und begleitete einst den Einzug der Priester in die Kirche sowie das Entz der Abendlampe bei Sonnenuntergang. Das spanische morillas aus dem de Palacio des 16. Jahrhunderts verbreitet eine andere Art von Licht und untermalt mit seinem t Rhythmus die Geschichte einer verlorenen Liebe.

Perotins Nativitas ist die Neufassung eines St das bereits auf enthalten war die Freiheit der Interpretation belegt, wie sehr das Projekt als Ganzes seit seinen Anf in der ECM New Series gewachsen ist.

Was das Saxophon betrifft, bietet sich ihm aus improvisatorischer Sicht auch hier ein au klarer, unverstellter Kontext, der reichlich Gelegenheit gibt, Jan Garbareks Kreativit zu erleben. Garbarek n sich der Musik immer noch frei, er improvisiert mit den Solisten, setzt irrlichternde Kontrapunkte, webt mit am Vokalgeflecht, spinnt F weiter und wirkt so mit an einem erneuten Beweis daf was der englische Evening Standard einmal die sch akustische Musik, die je gemacht wurde genannt hat. Wir versorgen Sie mit aktuellen News aus der Welt der Klassik und Rezensionen zur Musik von Deutsche Grammophon, Decca, Mercury Classics und ECM New Series. Auf unserem Musikportal finden Sie außerdem die aktuellen Videos, Alben, Bilder und Videos sowie Konzert und Medien Termine großer Klassik Künstler und jungen Talenten. Unser Newsletterservice versorgt Sie wöchentlich mit aktuellen Informationen kostenlos und unverbindlich.
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