classic ugg tall Biffy Clyro im Interview

Dort gipfelte die Biffy Mania im Dezember 2010 auch in einem Konzert vor 10.000 Leuten in der Wembley Arena, welches die Band professionell mitschneiden ließ. Mit dem Ergebnis, dass seit letzten Freitag die erste Live DVD der Bandgeschichte in den Läden steht. Anlässlich der Premiere im Kino in den Hackeschen Höfen in Berlin, weilte das Trio für ein exklusives Akustik Set nach der Vorführung in Deutschland. Sänger SimonNeil musste seine Stimme schonen, deshalb überließ er dem Brüderpaar Johnston den Rede Part. Wie liefen denn die Shows, wie werdet ihr dort aufgenommen?

Ben: Ja. Wir haben dort schon mit den Foo Fighters gespielt, was schon immer einTraum für uns war. Wir hatten aber auch ein paar Headliner Shows und es war wichtig zu sehen, wo wir als Band dort stehen. Auch wenn das relativ kleine Gigs vor ein paar Hundert Leuten waren, haben wir sehr genossen. Hat uns ein bisschen daran erinnert, wie es war, als wir angefangen haben, was ja noch gar nicht so lange her ist. Und kleine, verschwitzte Clubs haben ja auch was für sich. Damals haben wir auch auf einem Festival in Norwegen zusammen gespielt und nach unserem Konzert kam Dave (Grohl; Anm. d. Red.) auf uns zu und hat uns zu unserer Show gratuliert. Damit fing wohl an. Ist schon irre. Denn die müssen ja nicht eine Band engagieren, nur um mehr Tickets verkaufen zu können. Sie holen sich die Leute ins Vorprogramm, die sie selbst cool finden. Also hoffen wir einfach, dass sie uns gefragt haben, weil sie uns gut finden. Und da sie schon mit einer Menge großartiger Bands gespielt haben, sehe ich uns da einfach mal in derselben Tradition (lacht). Spaß beiseite, wir können uns einfach glücklich schätzen. Wir sind nicht nur Fans, die Foo Fighters sind auch ein großer Einfluss. Das hat beinahe etwas Familiäres. Am ersten Abend, den wir gemeinsam auf Tour waren, kam er zu uns in die Umkleide und stellte sich gleich jedem vor, von den Crew Mitgliedern bis zur Security ich bin Dave! Er quatscht einfach mit jedem, setzt sich, trinkt erstmal einen Kaffee und haut eine Geschichte nach der nächsten raus.

James: Dabei versucht er aber gar nicht krampfhaft cool zu sein, oder sich einzuschleimen. Obwohl er musikalisch gesehen Großartiges geleistet hat, sieht er sich selbst nicht als jemand Besonderes.

Ben: Und abgesehen davon, dass er wirklich immer was zu erzählen hat, kann er auch mal den Mund halten und anderen zuhören, weil es ihn wirklich interessiert, was sie zu sagen haben. Er ist einfach echt ein netter Typ. Das Gegenteil zur DVD. Die erzählen uns ja nicht, dass wir scheiße sind. Wir sind jedenfalls sehr zufrieden damit. Ist cool, diesen Moment jetzt auf DVD gebannt zu haben, für den Fall, dass wir nie wieder die Chance bekommen, so eine Show zu spielen. Und für die Fans, sowohl die, die da waren, vor allem aber für die, die nie die Chance bekommen, uns live zu sehen, ist es natürlich auch schön.

Ben: Ich glaube, was Deutschland angeht, ist das sogar die Premiere? Also werden die Leute heute Abend die Ersten sein,
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die sie zu sehen bekommen. Wir haben sie ja selbst noch nicht einmal gesehen. Nur, was man eben so im Schnittprozess und bei den Kommentar Aufnahmen mitbekommt. Wessen Idee war das?

James: Ich glaube, das war eine kollektive Entscheidung. Biffy Clyro waren bisher eigentlich immer nur wir drei. Einfach, weil wir uns schwer damit getan hätten, jemanden dabei zu haben, den wir womöglich kaum kennen. Auch in diesem Fall hätten wir wohl anfangs nicht gedacht, dass es so gut laufen würde. Aber wie du sicher weißt, kann Mike so ziemlich alles an der Gitarre. Da ist er einfach umwerfend, sicher einer der besten Gitarristen, die ich bisher in meinem Leben in Aktion erlebt habe. Sehr musikalisch, noch dazu technisch versiert. Aber vor allem hat er als Person einfach reingepasst. Er hat uns geholfen, den Sound wirklich rund zu gestalten. Gerade die Songs unserer letzten Alben sind dahingehend etwas herausfordernd in der Live Umsetzung. Wir drei spielen einfach schon so lange zusammen, dass es vielleicht seltsam wäre, daran jetzt etwas zu ändern. Aber mit jedem Tag auf Tour wird er wohl mehr und mehr zum Teil der Band. Habt ihr irgendeine Präferenz, spielt ihr lieber neueres oder älteres Material?

James: Also zunächst einmal war es schnell klar für uns, dass wir sowohl alte als auch aktuelle Songs spielen. Wir waren uns bewusst, dass viele der Leute bei der Show uns vor fünf Jahren wohl noch nicht gehört haben und wollten deshalb die neuen Songs entsprechend präsentieren. Wir verstehen aber auch die Angst einiger Fans, dass Stücke wie beispielsweise No Such Thing As A Jaggy Snake aus unserem Repertoire verschwinden könnten. Deshalb haben wir dieseSachen ebenfalls integriert. Im Ganzen präsentiert die Setlist einfach verschiedene Seiten der Band. Wir haben jedenfalls keine Songs, die wir nicht gerne spielen.

Ben: Und ich muss sagen, dass es schon sehr geil war, beispielsweise Snake vor 10.000 Leuten zu spielen. Ich weiß nicht, ob es überhaupt schon jemanden gab, der das getan hat: einen dermaßen seltsamen Song vor so vielen Leuten zu spielen. Da waren sicher einige darunter, die sich dachten: zur Hölle war das denn jetzt? (lacht)

James: Das war irgendwie auch der Reiz. Den jüngeren Fans, die uns vielleicht seit Captain oder Of Horror kennen, diese andere Seite der Band zu zeigen. Sie sind in vielerlei Hinsicht simpler. Aber ich verstehe Leute nicht so ganz, die meinen, dass wir jetzt etwas ganz anderes machen, als auf unseren ersten Alben. Ich finde, dann haben sie die nicht richtig gehört, denn Songs wie sind auch pure Pop Songs. Heute können wir unsere Stücke nur komplexer arrangieren. Wir sind ja zum Beispiel auch Fans von den Beach Boys und einigen anderen Bands, die manch einer finden könnte. Viele Leute tun einfach so, als ob Pop Musik eine Schande wäre, was sie keinesfalls ist.

James: Nein. Ich schätze, wenn man zu lange darüber nachdenkt, könnte es anfangen einen zu stören. Einfach, weil wir uns unseren Fans nicht überlegen fühlen und nicht wollen, dass sie so über uns denken. Aber man muss da wohl auch ein Stück weit egoistisch sein und darf sich nicht immer darum kümmern, was andere davon halten. Natürlich wäre es uns lieber, wenn dieses Urteil nicht so gefällt werden würde aber wir wissen ja, dass wir glücklich mit dem sind, was wir tun.

Ben: Ich schätze, dieser Vorwurf ist auch ziemlich lächerlich. Die meisten Menschen verkaufen sich jeden Tag, indem sie Jobs machen, die sie verdammt noch mal hassen, einfach nur um Geld zu verdienen. Das ist für mich Wir spielen bei Biffy Clyro nicht in erster Linie,
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um Geld zu verdienen. Also stören uns diese Kommentare nicht so.